Magic Girls
Saison 2013-2014

Space

Trainer: Melanie Pingen-Müller
Betreuer: Alex Braun

Für die Saison 2013/2014 verlassen die Magic Girls die Erde und begeben sich mit dem Motto „Space" auf eine Reise ins All. Zwischen funkelnden Sternenwelten, futuristischer Technik und der Unendlichkeit des Weltraums entsteht eine Show, die sich bewusst von allen bisherigen, erdgebundenen Mottos abhebt und die Gruppe vor völlig neue optische und choreografische Herausforderungen stellt.

Die Kostümwelt setzt auf metallische Materialien, glänzende Oberflächen und ein kühles Farbspektrum aus Silber, Schwarz und Neonakzenten in Blau und Violett. Diese futuristische Ästhetik unterscheidet sich deutlich von den erdverbundenen, natürlichen Materialien früherer Shows wie „Neandertaler" und markiert einen bewussten stilistischen Sprung in Richtung Science-Fiction. Lichteffekte spielen in dieser Saison eine besonders große Rolle: reflektierende Details an den Kostümen verstärken die Wirkung von Scheinwerfern und erzeugen den Eindruck funkelnder Sterne direkt auf der Bühne.

Choreografisch übersetzt „Space" die Schwerelosigkeit des Weltraums in fließende, schwebende Bewegungsabläufe, die immer wieder von abrupten, technisch-präzisen Elementen unterbrochen werden – ein Bild für den Kontrast zwischen der unendlichen Weite des Alls und der hochpräzisen Technik, die den Menschen dorthin bringt. Große, symmetrische Formationen erinnern an Planetenbahnen und Sternbilder, während einzelne Tänzerinnen in Solo-Momenten die Rolle von Astronautinnen einnehmen, die sich in dieser fremden Welt behaupten.

Musikalisch begleiten elektronische, atmosphärische Klänge mit treibenden Synthesizer-Elementen die Show – ein Soundtrack, der Weite und Technik gleichermaßen einfängt. Der bewusste Einsatz von Spannungsbögen, die sich langsam aufbauen und in kraftvollen, fast triumphalen Höhepunkten entladen, erinnert an die Dramaturgie großer Weltraum-Filme und verleiht der Choreografie einen filmreifen Charakter.

Diese Saison ist auch technisch ein Meilenstein für die Magic Girls: Der gezielte Einsatz von Licht, Nebel und reflektierenden Materialien macht „Space" zu einer der aufwendigsten Produktionen der bisherigen Chronik. Die Gruppe zeigt damit, dass sie bereit ist, choreografische Ideen mit technischer Bühnengestaltung zu verbinden, um ein Motto noch immersiver zu erzählen.

Inhaltlich steht die Show für Entdeckergeist, Mut zum Aufbruch ins Unbekannte und die Faszination für das, was jenseits des Vertrauten liegt. Diese Botschaft passt gut zu einer Gruppe, die sich Jahr für Jahr neu erfindet und mit jedem Motto ein neues Terrain betritt – „Space" wird damit fast zu einer Metapher für die eigene künstlerische Entwicklung der Magic Girls.

Auch choreografisch fordert diese Saison ein neues Bewegungsvokabular: Statt erdverbundener, kraftvoller Schritte wie in den Vorjahren dominieren hier fließende, fast schwerelos wirkende Sequenzen, die ein hohes Maß an Körperkontrolle verlangen. Diese Weiterentwicklung des tänzerischen Repertoires zeigt, wie sehr sich die Gruppe von Saison zu Saison technisch steigert.

In der Chronik der Magic Girls markiert „Space" den Moment, in dem die Gruppe zeigt, dass ihrer thematischen und choreografischen Fantasie keine Grenzen gesetzt sind – vom Wilden Westen über die Steinzeit bis ins ferne All. Diese Show bleibt bis heute eines der visuell beeindruckendsten und technisch anspruchsvollsten Kapitel der Show-Geschichte.

Rückblickend lässt sich diese Saison auch als Wendepunkt in der technischen Ausstattung der Gruppe lesen: Der intensive Einsatz von Licht- und Nebeleffekten, der bei „Space" erstmals in diesem Umfang zum Einsatz kommt, setzt einen Standard, an dem sich spätere, ebenfalls aufwendig inszenierte Shows wie „Gladiator" oder „Donnervogel" messen lassen müssen. „Space" ist damit nicht nur inhaltlich, sondern auch produktionstechnisch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Magic-Girls-Bühnenshows.

Auch die enge Abstimmung zwischen Choreografie und Lichttechnik, die bei „Space" erstmals so detailliert geplant wird, etabliert eine Arbeitsweise, bei der Bewegung und Beleuchtung von Anfang an gemeinsam entwickelt statt nachträglich zusammengeführt werden.

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