Magic Girls
Saison 2014-2015

Fire

Trainer: Melanie Pingen-Müller
Betreuer: Alex Braun

Nach der kühlen Weite des Weltraums setzen die Magic Girls in der Saison 2014/2015 mit dem Motto „Fire" bewusst auf das genaue Gegenteil: Hitze, Energie und pure Leidenschaft. Wo „Space" von Schwerelosigkeit und Distanz lebte, steht „Fire" für unmittelbare Kraft, Tempo und eine Bühnenpräsenz, die das Publikum förmlich anspringt.

Die Kostümwelt bewegt sich in einem intensiven Farbspektrum aus Rot, Orange und Gold, ergänzt durch schimmernde Applikationen, die im Bühnenlicht wie glühende Glut oder tanzende Flammen wirken. Fransen und leicht bewegliche Stoffelemente an den Kostümen verstärken diesen Effekt zusätzlich: Bei jeder Bewegung scheint das Kostüm selbst zu flackern, was die Illusion von echtem Feuer auf der Bühne unterstützt, ohne auf technische Effekte angewiesen zu sein.

Choreografisch ist „Fire" eine der energiegeladensten Shows der bisherigen Chronik. Schnelle Taktwechsel, explosive Sprungelemente und Formationen, die sich blitzschnell auflösen und neu formieren, erzeugen ein Gefühl permanenter Bewegung und Hitze. Die Choreografie spielt bewusst mit dem Bild von Flammen, die sich ausbreiten, zusammenziehen und wieder auflodern – einzelne Tänzerinnen lösen sich immer wieder aus der Gruppe, um kurze, intensive Solo-Momente zu setzen, bevor sie in der Formation aufgehen wie Funken, die zurück ins Feuer fallen.

Musikalisch treibt die Show mit percussion-lastigen, basslastigen Rhythmen und lateinamerikanisch inspirierten Klangelementen voran, die Hitze und Leidenschaft unmittelbar transportieren. Der Sound baut kontinuierlich Spannung auf, statt sie – wie in früheren Shows – in ruhigen Phasen wieder abzubauen. Diese fast durchgehend hohe Energie macht „Fire" zu einer der körperlich anspruchsvollsten Produktionen für die Tänzerinnen.
Inhaltlich steht die Show für Leidenschaft in ihrer reinsten Form: die Energie, die entsteht, wenn eine Gruppe mit voller Hingabe für eine gemeinsame Sache brennt. Diese Metapher lässt sich unmittelbar auf das Selbstverständnis der Magic Girls übertragen – eine Gruppe, die ihre Begeisterung für den Tanz mit jeder Saison aufs Neue unter Beweis stellt.

Für die Gruppe war diese Saison auch eine choreografische Weiterentwicklung: Statt eines klaren Spannungsbogens mit Ruhephasen setzt „Fire" auf konstant hohe Intensität, unterbrochen von kurzen, fast atemlosen Momenten der Stille, die die Energie danach umso stärker wirken lassen. Diese Dramaturgie verlangt eine neue Art von Kondition und Bühnenpräsenz, die in den vorangegangenen Shows in dieser Form noch nicht gefordert war.
Optisch setzt die Show zudem auf gezielte Lichteffekte in warmen Farbtönen, die die Bühne in ein wärmendes, fast greifbares Glühen tauchen. In Kombination mit der choreografischen Energie entsteht so eine Show, die vom ersten bis zum letzten Takt kaum Verschnaufpausen lässt und das Publikum in ihren Bann zieht.

In der Chronik der Magic Girls markiert „Fire" den Punkt, an dem die Gruppe zeigt, wie viel pure Energie und Tempo eine Show tragen können, wenn Choreografie, Musik und Kostüm konsequent auf ein einziges Gefühl einzahlen. Diese Saison bleibt bis heute als eine der mitreißendsten und kraftvollsten Produktionen in Erinnerung.

Auch körperlich fordert „Fire" die Tänzerinnen so stark wie kaum ein Motto zuvor: Die durchgehend hohe Schrittfrequenz und die vielen explosiven Bewegungselemente verlangen eine deutlich intensivere konditionelle Vorbereitung als die eher fließenden Choreografien der Vorjahre. Diese gesteigerten Anforderungen an Fitness und Ausdauer prägen von dieser Saison an die Trainingsplanung der Gruppe und wirken bis in spätere, ähnlich energiegeladene Shows wie „Gladiator" oder „Donnervogel" nach.

Auch dramaturgisch bleibt „Fire" ein Sonderfall in der Chronik: Statt eines klassischen Spannungsbogens mit deutlichen Ruhephasen setzt die Show bewusst auf permanente Intensität – ein Wagnis, das nur mit einer außergewöhnlich fitten und eingespielten Gruppe funktioniert.

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