Magic Girls
Saison 2021-2023

Sirenen

Trainer: Lara Müller & Melanie Pingen-Müller
Betreuer: Alex Braun, Sabine Bubel
38
Tänzerinnen

Nach der langen, erzwungenen Pause der Saison 2020/2021 kehren die Magic Girls mit „Sirenen" triumphal auf die Bühne zurück – und wählen dafür bewusst ein Motto, das Sehnsucht, Verführung und die unwiderstehliche Kraft des Gesangs in den Mittelpunkt stellt. Nach Monaten ohne Auftritte und Online-Training fühlt sich diese Rückkehr fast wie ein eigener Gesang an, der das Publikum zurück in die Halle lockt.

Die Kostümwelt taucht ein in die Tiefen des Meeres: schimmerndes Türkis, changierende Blau- und Grüntöne sowie schuppenartige Applikationen erinnern an Fischschwänze und funkelndes Meerwasser. Perlen- und Muschel-Details ergänzen das Bild und verleihen den Kostümen eine mystische, fast überirdische Anmutung. Nach einer Saison ohne neue Bühnenkleider investieren die Magic Girls hier bewusst in besonders aufwendige, detailreiche Kostüme – ein sichtbares Zeichen für den Neustart.

Choreografisch übersetzt „Sirenen" die fließende Bewegung des Wassers in wellenartige, hypnotische Formationen. Ausgeprägte Armbewegungen erinnern an das sanfte Wiegen der Meeresströmung, während sich die Gruppe immer wieder zu geschlossenen, kreisförmigen Bildern zusammenfindet, die an einen Strudel erinnern, dem man sich nicht entziehen kann. Diese anziehende, fast magnetische Choreografie spiegelt die Verführungskraft der Sirenen aus der griechischen Mythologie wider, die mit ihrem Gesang Seefahrer unwiderstehlich anzogen.

Musikalisch begleiten atmosphärische, fast schwebende Klänge mit klaren Gesangselementen die Show, die immer wieder von kraftvollen, treibenden Passagen abgelöst werden – ein Wechsel zwischen Verführung und Kontrolle, der die Doppelnatur der Sirenen einfängt: betörend schön und gleichzeitig gefährlich unwiderstehlich.

Inhaltlich steht diese Comeback-Saison für die Sehnsucht nach der Bühne, die während der Pause so schmerzlich vermisst wurde. Der Gesang der Sirenen wird zur Metapher für die Anziehungskraft des Tanzes selbst – etwas, dem sich weder Tänzerinnen noch Publikum entziehen können und wollen. Diese emotionale Aufladung macht „Sirenen" zu einer der bedeutungsvollsten Shows in der gesamten Chronik der Magic Girls.

Für die Gruppe markiert diese Saison einen echten Neuanfang: Nach einem Jahr ohne gemeinsame Proben und Auftritte fließt in diese Show spürbar mehr Energie, Vorfreude und Dankbarkeit als in frühere Produktionen. Die Choreografie wirkt dadurch nicht nur technisch durchdacht, sondern trägt eine besondere emotionale Intensität, die das Publikum unmittelbar spürt.

Optisch setzt die Show auf changierendes, bläulich-grünes Bühnenlicht und gezielte Nebeleffekte, die den Eindruck einer Unterwasserwelt erzeugen. In Kombination mit den schimmernden Kostümen entsteht eine Bühnenatmosphäre, die das Publikum förmlich in die Tiefe zieht.

In der Chronik der Magic Girls steht „Sirenen" für den emotionalsten Comeback-Moment der Gruppengeschichte: die Rückkehr auf die Bühne nach einer Zeit des Wartens, verpackt in ein Motto, das die Anziehungskraft des Tanzes selbst zum Thema macht. So überzeugend fällt diese Rückkehr aus, dass das Thema im Folgejahr in einer weiterentwickelten Fassung noch einmal aufgegriffen wird.

Auch für das Publikum ist dieser Auftritt nach der langen Pause ein besonderer Moment: Viele Zuschauerinnen und Zuschauer erleben mit „Sirenen" ihre erste Live-Show seit Jahren wieder, was der ohnehin schon intensiven Atmosphäre eine zusätzliche emotionale Ebene verleiht. Diese besondere Verbindung zwischen Bühne und Saal, die aus der gemeinsam überstandenen Pause entsteht, macht die Saison 2021-2023 zu einem der bewegendsten Kapitel in der gesamten Geschichte der Magic Girls.

Auch innerhalb der Gruppe verändert diese Saison spürbar die Herangehensweise an die Vorbereitung: Nach einem Jahr ohne festen Probenrhythmus wird der gemeinsame Trainingsprozess bewusster und wertschätzender gestaltet als zuvor – eine Haltung, die weit über die Rückkehr-Saison hinaus Bestand hat und bis in die aktuelle Arbeitsweise der Gruppe hineinwirkt.

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